Kurze Geschichte

Ab dem 11. Jh. v.Chr. sind auf dem Territorium Georgiens erste Stammesvereinigungen nachzuweisen. In Ostgeorgien existierte Diaochi, in Westgeorgien – Kolchis. Die beiden führten untereinander und gegen andere benachbarte Stammesvereinigungen wie Urartu und Asyrien Kämpfe. Darüber liest man in urartäischen und asyrischen Keilschriften. Durch diese Kämpfe geschwächte Diaochi und Kolchis hörten im 4. Jh. v. Chr. auf zu existieren, und auf ihrem Platz bildeten sich neue Königreiche: Kartlisches (gr.: Iberisches) Königreich in Ostgeorgien und Egrisi in Westgeorgien. In dieser Zeit wurden die ersten diplomatischen Beziehungen zwischen diesen georgischstämmigen Königreichen hergestellt, indem die beiden bei feindlichen Überfällen von Parthern (Persien) oder Römern einander halfen.

Im Jahre 337 führte ostgeorgischer König Mirian III. Christentum als Staatsreligion des Landes ein.

Ab dem 5. Jh. unter König Wachtang hat die georgische Kirche Unabhängigkeit erlangen und wurde die neue Hauptstadt Tbilissi gebaut.

Im Jahre 608 hat die georgische Kirche sich für die Orthodoxie entschieden.

Zwischen dem 7.-11. Jh. war die georgische Hauptstadt Tbilissi unter arabischer Herrschaft.

Im 12. Jh. befreite der georgische König David IV. von arabischen und türkischen Eroberern besetzte Teile des Landes und vereinigte Georgien noch einmal. Unter ihm erlebte Georgien wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung und politische Stabilität. Für seine Verdienste bekam er von seinem Volk den Titel „der Erbauer“. Er startete die Goldene Epoche in der Geschichte Georgiens, die mit der Regierung seiner Urenkelin Königin Tamar endete.

Durch Mongolische Invasionen im 13.-14. Jh. zersplitterte Georgien wieder und konnte sich gegen verschiedene Eroberer kaum entgegenwehren.

1783 schloss georgischer König Erekle II. mit christlichem Russland den Partnerschaftsvertrag über die gegenseitige militärische Unterstützung ab, welcher kaum in Kraft trat. Nach dem Tod Erekle II. führte russischer Zar Alexander I. seine Armee in Georgien ein, besetzte das Land, schaffte 900-jährige Monarchie der georgischen Bagrationis ab und erklärte Georgien als Gouvernement des Russischen Zarenreichs.

Zwischen 1918-1922 gelang es Georgien kurzfristig wieder Freiheit von Russland zu erlangen, aber im Februar 1922 wurde das Land von Lenins Roter Armee besetzt und diesmal als Sowjetrepublik Georgiens in die Sowjetunion eingeführt.

1990 trat Georgien aus der UdSSR aus und entwickelt sich seitdem als Demokratische Republik Georgiens unabhängig.

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